Aktive Pausen im Homeoffice

05.02.2021

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Aktive Pausen im Homeoffice

Der Rücken schmerzt, der Nacken zieht und der Kopf dröhnt – ein typischer Tag im Homeoffice.

Zuhause sind die Möglichkeiten begrenzt, den Arbeitsplatz ergonomisch einzurichten. Keine Option, den Tisch in ein Stehpult zu verwandeln oder den Stuhl ideal einzustellen. Auch Bewegungsmöglichkeiten wie der Arbeitsweg oder ein kurzer Abstecher ins Nachbarbüro oder zum Drucker fallen weg und mit derzeit geschlossenen Fitnesscentern und Sportanlagen fällt die Bewegung noch geringer aus. Seit einigen Monaten verharren wir in derselben Position – sitzend vornübergebeugt.
Diese stetig gleichbleibende Körperhaltung führt durch teils zu stark und teils zu gering beanspruchter Muskulatur zu einseitiger Belastung, was Verspannungen oder Schmerzen hervorrufen kann. Mit aktiven Pausen kann dieser Belastung entgegengewirkt und den Arbeitsalltag im Homeoffice abwechslungsreicher gestaltet werden. Denn nicht nur unser Körper sehnt sich nach körperlicher Aktivität, auch unser Gehirn arbeitet dadurch viel effektiver. Dank aktiven Pausen wird die Durchblutung gesteigert und Sauerstoff und Glukose gelangen verstärkt ins Gehirn was das Denken beschleunigt und die Konzentration verschärft. Kein Kaffee oder Energydrink mehr, um die Müdigkeit zu besiegen! Eine kurze aktive Pause sorgt für körperlichen Ausgleich, senkt das Stresslevel und bringt neuen Schwung in die Arbeit. Eine kleine Auszeit, die Kreativität und Produktivität fördert.

So sieht eine aktive Pause aus:

Stehe kurz auf und rege die Durchblutung mit kleinen Bewegungen an. Dabei muss keine schweisstreibende Sporteinheit betrieben werden. Kleine Übungen direkt am Arbeitsplatz reichen völlig aus um kurz der verharrenden Position zu entkommen und den Kopf zu lüften. Strecke dich beispielsweise einmal durch, kreise deine Handgelenke, öffne deinen Brustbereich oder entlaste deinen Nacken. Auch deine Augen danken dir, wenn sie ab und zu vom Bildschirm abgewendet werden, denn auch diese werden von Muskeln gesteuert, die negativ auf einseitige Belastungen reagieren.
Stelle zu Beginn alle 30-45 Minuten einen Timer, der dich daran erinnert, dass eine Pause fällig ist. Schon bald wird sich dein Körper von alleine danach sehnen und dir auch ohne Erinnerung ein Zeichen geben, damit du diese Arbeitsunterbrechungen einbaust.
In längeren Pausen kann eine Mobilisation oder Krafteinheit dazu dienen, dem Sitzen zu entkommen und verspannte Muskeln zu lockern oder unbeanspruchte Muskeln zu kräftigen. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft bewirkt Wunder. Er aktiviert nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern stärkt das Immunsystem und tankt den Körper mit Sonnenenergie. Die Batterien laden sich neu auf, Glücksgefühle durchströmen den Körper und das Wohlbefinden steigert sich. Ein wichtiger Grund in dieser bedrückenden Zeit.

by Alia Igelsias
Fitness Instruktorin AuraVita